FREE WIFI

 
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FREIES WLAN FÜR DEINE KUNDEN IM SALON?

Das Smartphone hat in den letzten Jahrzehnten eine schier aberwitzige Entwicklung durchgemacht. Es gibt kaum etwas, was wir mit den kleinen Allroundern nicht machen können - zumindest solange genug Datenvolumen vorhanden und der Empfang gut genug ist. Wenn nicht, büßen die Geräte nämlich den Großteil ihrer Nützlichkeit ein und werden zu ziemlich teuren Briefbeschwerern. In solchen Situationen kann ein freier WLAN - Hotspot ein wahrer Segen sein - zum Glück gibt es weltweit über 189 Millionen davon. Und wie sieht es in deinem Salon aus? Warum du über die Anschaffung eines Kunden-WLANs nachdenken solltest und was es alles zu beachten gibt, haben wir im Folgenden kurz für dich zusammengefasst.


NEULAND?

Die drei Länder mit den meisten kostenlosen Wi-Fi Zugängen sind Frankreich, England und die USA. Dass Deutschland nicht dazu gehört ist leider keine Überraschung. Schuld war bis vor kurzem die Gesetzeslage: Die sogenannte „Störerhaftung“ schrieb bis 2017 vor, dass für etwaige Urheberrechtsverletzungen, die über das Netzwerk begangen wurden, der Betreiber des Netzwerks haften musste. Verständlich, dass das vielen Dienstleistern zu risikobehaftet war. Die Gesetzesänderung vor zwei Jahren wurde daher von vielen begrüßt. Doch lohnt sich die Anschaffung überhaupt?

Die Antwort liegt auf der Hand, wenn man nur ein wenig seine Mitmenschen in der Öffentlichkeit beobachtet. Wenn der Mensch wartet, dann tut er das am liebsten mit dem Handy in der Hand. Und damit das kostbare Datenbudget nicht zu schnell erschöpft ist, nutzt er nur allzu gern die Möglichkeit, sich in ein WLAN einzuklinken. Auch im Friseursalon. Insbesondere junge Kunden können dem Zeitschriftenstapel im Wartebereich nicht viel abgewinnen. Sie wollen lieber über Katzenvideos lachen, Insta-Fotos liken und Nachrichten an ihre Liebsten verschicken. Ein „Free Wi-Fi“- Aufkleber an der Tür zeigt, dass du technologisch up to date bist - so hinterlässt du einen bleibenden Eindruck.


SEI PRÄSENT. ON- UND OFFLINE.

Auch für direkte Marketingzwecke lässt sich ein Internet Access-Point nutzen. Er lässt sich so konfigurieren, dass eine beliebige Startseite aufgerufen wird, sobald man eine Verbindung zu ihm aufbaut. So kannst du deine Kunden direkt auf deine Homepage lotsen, wo sie Angebote, Preislisten und mehr finden können. Gib ihnen die Möglichkeit, sich direkt für deinen Newsletter anzumelden, verlinke sie zu einer Fotogalerie von deinen abgelichteten Kunden, oder lade sie dazu ein, deine Social Media Kanäle zu abonnieren. Das ist Kundenbindung im Zeitalter des Internets. Ein weiterer, netter Nebeneffekt: Freie WLANs werden von vielen Kunden in bestimmte Apps eingetragen, damit andere leicht nachsehen können, wo kostenloses Internet angeboten wird. Auf diese Weise werden potenzielle Kunden auf deinen Salon aufmerksam, auch wenn sie eigentlich überhaupt nicht nach einem Friseur gesucht haben.


SAFETY FIRST

Das Internet ist eine tolle Sache, trotzdem wissen wir alle, dass es auch gewisse Gefahren birgt. Man wird es nie hinbekommen, diese Gefahren vollständig zu bannen. Man kann sich jedoch sehr wohl davor schützen. Die erste elementare Regel beim Einrichten eines Kunden-WLANs: Der Zugang für deine Kunden sollte strikt von dem betriebsinternen WLAN, welches du für die Arbeit im Salon benötigst, getrennt sein! Das bedeutet, dass beispielsweise deine Kassensoftware Sacasy nicht im selben Netzwerk laufen darf, das deine Kunden zum Surfen benutzen. Nur so kannst du sicherstellen, dass Fremde nicht auf deine sensiblen Daten zugreifen, oder sogar Schadsoftware auf deinem Rechner installieren können. Je nach Salongröße und Kundenaufkommen solltest du außerdem beachten, dass dein Kundennetzwerk über eine ausreichende Bandbreite verfügt. Salons die ohne Terminvergabe arbeiten, haben oft größere Wartebereiche als andere Betriebe. In solchen Fällen solltest du bei der Anschaffung nach einem Router fragen, der eine hohe Bandbreite aufweist.


Eine weitere Sache wäre da aber noch: Auch wenn die sogenannte Störerhaftung im Zusammenhang mit freiem WLAN der Vergangenheit angehört, ist der Betreiber des Internetzugangs noch nicht komplett aus dem Schneider. Sollten illegale Vorgänge in deinem Netzwerk festgestellt werden, haben Rechteinhaber die Möglichkeit, von dir eine Sperrung bestimmter Inhalte und Websites zu verlangen. Auch wenn der Rechteinhaber die Kosten solcher Anordnungen selber tragen muss, möchte man als Saloninhaber sich eher nicht mit solchen Dingen beschäftigen müssen. Es besteht aber noch eine Möglichkeit, diesen Problemen von vornherein aus dem Weg zu gehen: In dem du einen externen Dienstleister mit dem Bereitstellen des Internetzugangs beauftragst, bist du nicht mehr für den Zugang und das Surfverhalten deiner Kunden verantwortlich. Zudem musst du dich nicht auf Fehlersuche begeben, wenn etwas nicht funktioniert, kannst die Surfzeit nach Belieben einschränken und leicht die Bandbreite gleichmäßig an die Nutzer verteilen. Für viele Restaurantbesitzer lohnt sich die zusätzliche Investition und auch immer mehr Friseursalons schlagen diesen Weg ein.

Gerade weil es in Deutschland noch große Lücken in diesem Bereich gibt, kann man als Salonbesitzer des 21. Jahrhunderts sehr von einer Digitalisierung profitieren. Ja, es ist nicht selbstverständlich, in jedem Salon einen kostenlosen Internetzugang zu haben. Wenn man dann doch mal auf einen trifft, ist der positive Eindruck umso stärker. Es handelt sich hierbei nicht nur um eine weitere Dienstleistung, wie Getränke oder Zeitschriften. Es signalisiert, dass man sich nicht ausruht, dass man mithalten kann mit der schnelllebigen Gesellschaft, dass man aufmerksam ist - und keine Angst vor der Zukunft hat.

 
Autor: Murat Acar

Autor: Murat Acar


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